E.3.1. high-speed-drive - Einbau mit konischen Ringen

E.3.1. high-speed-drive - Einbau mit konischen Ringen

Zuletzt aktualisiert am 06.02.2015 von Jürgen Leppert.

Beim high-speed-drive nimmt das Gehäuse das Reaktionsmoment auf. Eine Drehmomentstütze wie beim mountain-drive ist deshalb technisch möglich, wegen des rechtsläufigen Drehmomentes aber nur in begründeten Einzelfällen sinnvoll (die Drehmomentstütze kommt nämlich oberhalb der Kettenstrebe zu liegen, um auf Zug belastet zu sein).
Der high-speed-drive - Einbau geschieht deshalb normalerweise mittels konischer Ringe, da diese Einbauart auch bei ausgefallenen Rahmengeometrien, bei gefederten Rahmen, bei grossvolumigen Zentralrohren etc. immer sehr einfach möglich ist.
Das Tretlagerrohr wird beidseits je 45° angefräst. Ein konischer Ring aus Aluminium (für Stahl- und Titanrahmen) bzw. Stahl (für Aluminiumrahmen) überträgt nun das Reaktionsmoment des Getriebes auf den Rahmen und zentriert das Getriebe perfekt.
Wichtig sind:
- richtige Anfräsung auf einen Aussendurchmesser des Konus' von 39 - 39.5 mm
- trockene, fettfreie konische Kontaktflächen auf der rechten Seite, wo das Drehmoment zu halten ist
- richtiges Anzugsdrehmoment von 140 Nm (Drehmomentschlüssel verwenden)
Erfordert der Einbau eine spezielle Position des Getriebegehäuses oder eine spezielle Kettenlinie, können überbreite Konen verwendet werden. Diese gibt es in +2, +4 und +6.5 mm Ueberbreite sowohl in Stahl wie in Aluminium. Bei +4 und +6 mm-Konen wird auch eine entsprechend verlängerte Nutmutter auf der linken Seite verwendet.
Achtung: Bei Verwendung der konischen Ringen dürfen keine sog. Brillen oder andere Teile zwischen Getriebe und Tretlagerrohr geklemmt werden, da diese die Uebertragung des Reaktionsmomentes verhindern könnten.

Wichtig: ältere Modelle hatten den Konus direkt am Gehäuse angeflanscht (s. untere Foto). Hier musste die rechte konische Fläche bei der Montage in Aluminium-Tretlager mit Loctite oder einem anderen hochfesten Klebstoff eingeklebt werden. Dies ist bei den neuen, gefrästen Gehäusen nicht mehr nötig.

Sollten Sie ein älteres Tretlager, dessen Rückseite wie auf der unteren Foto aussieht, einbauen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

- Stahl-Tretlager: konische Flächen trocken und sauber, kein Loctite
- Aluminium-Tretlager: konische Flächen fettfrei und (nur auf der rechten Seite!) mit Activator und Loctite beträufeln und einkleben.

Wichtig: nie Loctite auf der linken Seite auf die Nutmutter geben!!

 

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